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Modegeschichte von den 20er Jahren bis 2014


Wie schon der französische Schriftsteller Marcel Proust einst sagte: "Die Moden wechseln, da sie selber aus dem Bedürfnis nach Wechsel entstehen." Modetrends sind demnach kurzfristige Momentaufnahmen der Gesellschaft, die einem zyklischen Wandel unterliegen und nie still stehen. Sie sind Expressionen des vorherrschenden Zeitgeistes, die so rasant wie sie auch gekommen sind, die Modebühne wieder verlassen und Platz für Neues schaffen. Besonders im 20. Jahrhundert hat sich die Mode von all ihren Facetten gezeigt und wir nehmen Sie mit auf eine Reise angefangen von den androgynen 20er Jahren bis hin zum futuristisch aufgeladenen Look von 2014.

Nachdem die Ära der prunkvollen und überaus kostspieligen Mode, die vordergründig als Statussymbol diente, mit dem 19. Jahrhundert zu Ende ging, brachte das 20. Jahrhundert gleich zu Beginn eine der bedeutendsten modischen Revolutionen mit sich: Coco Chanel befreite die Frauen von engen Korsetts und etablierte das Kleine Schwarze genauso wie das bis dahin umstrittene Material Jersey. Es sei zu sportlich und gebe der femininen Figur nicht die richtige Form, hieß es. Chanel bewies das Gegenteil. Hosen für Frauen, kurze Röcke und Sportmode - sie hatte ihren eigenen Sinn für Mode, Vogue nennt es "Nüchterne Eleganz". Modern sein gehörte ab sofort zum Inventar begehrenswerter Frauen und war erstrebenswerter denn je.


Glamour und Androgynität zugleich - Mode der 20er


Von nun an ließ sich die Weiterentwicklung der Mode nicht länger unterdrücken und die Goldenen Zwanziger erstrahlten, wie der Name schon sagt, in neuem Glanz. Nach dem 1. Weltkrieg in Europa galt es die wiedergewonnene Freiheit zu genießen und sich auch in der Mode voll und ganz auszuleben. Dekadente Federboas kombiniert mit transparenten Seidenstrümpfen, Wasserwelle im Haar, kunstvollen Stirnbändern und flatternden Kleidern mit "milles feuilles" - die Mode der 20er Jahre war aufwendig, glamourös und sollte vor allem eins: schockieren. Endlos lange Zigarettenspitzen waren nur ein Accessoire, welches den Frauen einen leicht mondänen Anstrich verlieh und zugleich die Männerblicke auf sich zog. Das immer wiederkehrene Zeitalter des Pin Up Stils wurde geboren und feierte seine Krönung in einem burlesquen Erscheinungsbild. Neben der glamourösen Salonmode stand der Wunsch nach Emanzipation und Aufhebung der Geschlechterrollen. Androgynität trat zum ersten Mal auf die Bildfläche und ein burschikoser, knabenhafter Touch wurde eingeschlagen.

Die Mode demokratisierte sich außerdem zunehmend, dass heißt, es konnten keine sozialgesellschaftlichen Trennlinie mehr anhand des Äußeren gezogen werden. Jeder hatte aufgrund der modernisierten Produktion und breiten Distribution Zugang zu Kleidung und es konnte anhand der Mode nicht mehr eindeutig unterscheiden werden, wer welcher sozialen Schicht angehörte. Einer ähnelte dem anderen: Bubikopf, Kleider mit tiefsitzender Taille und markante, enganliegende Hüte wie die Cloche. Nur die Details verrieten ein wenig mehr, denn in der Qualität der Stoffe und deren Verarbeitung konnten weiterhin Unterschiede fest gemacht werden.


Die Weiblichkeit kehrt zurück - Mode der 30er bis 50er

Wie sich jedoch in den 1930er Jahren herausstellen sollte, war die Emanzipationsbewegung der 20er nur von kurzer Dauer. In den folgenden Jahren begann ein neuer Lebensstil für die Frauen, die sich aufgrund der hohen Arbeitslosenzahlen der Männer wieder mit dem Titel Hausfrau begnügen mussten und einen weitaus feminineren Stil einschlugen. Werbeplakate von Frauen mit Lockenwicklern hinter dem Herd schwirren einem durch den Kopf, wenn man an diese Epoche denkt und genau dieses Bild trifft es. Auch die Silhouette der Kleidung passte sich an dieses Klischee an und so standen wadenlange, figurbetonte Kleider im Mittelpunkt, den knabenhaften und sportlichen Trends der 20er sagte man adieu. Um die Kleidmode angemessen zu komplementieren kamen Boleros, kurze Jäckchen, in Mode. Unangefochten war jedoch das Kostüm mit markanten Schulterpolstern. Die Kombination aus knielangem Rock und figurschmeichelndem Blazer stand für grenzenloses Stilbewusstsein und Modernität.

Doch was wäre eine Epoche, welche die Weiblichkeit zelebriert, ohne eine wahre Stilikone? Marlene Dietrich übernahm diese Rolle in den 30ern und spielte sich als eine der größten Hollywoodstars dieser Zeit in die Herzen der Kinobesucher. Ihr schmales Gesicht mit den eingefallenen Wangen wurde schnell zum Schönheitssymbol und die Friseursalons kamen gar nicht hinterher, den Frauen ihre schulterlangen Haare leicht gewellt um das Gesicht zu legen, genauso wie es Marlene trug. Filmstars waren die neuen Modevorbilder und es war den Frauen nichts zu teuer, um sie eins zu eins zu imitieren.

Aufgrund des Zweiten Weltkrieges wurden die finanziellen Möglichkeiten in den 1940er knapper und es musste auf Sparmodus umgestellt werden. Während Pelz und Leder in den Vorjahren noch als modisch galten und angesehene Frauen kleideten, wurden sie in den Kriegsjahren strikt untersagt. Aufgrund von Materialmangel wurde viel improvisiert und die praktische Funktion der Kleidung wurde hervorgehoben, da man tagtäglich mit größeren Problemen zu kämpfen hatte. Die Nachkriegsjahre holten jedoch alles nach, was man zuvor verpasst hatte. Christian Dior zeigte 1947 seine erste Kollektion und der New Look in Form von Glamour war geboren. Satin und Samt mit aufwendigen Verzierungen defilierten über den Laufsteg und das Motto "Weniger ist mehr" wurde ganz klar verabschiedet. Petticoats kamen en vogue und man hatte wieder sichtlich Spaß an der Mode.

Der Name Don Draper dürfte jedem Serienfan ein Begriff sein und genau dieser charmante New Yorker mit seinen reizenden Sekretärinnen in Bleistiftröcken und Schluppenblusen und seinen noch umwerfenderen Geliebten läutet das Ende der 50er ein. Gestärkte Hemden, perfekt sitzende Anzüge und toupierte Haare waren auch noch ein paare Jahre später modern, doch die modische Jugendrevolte ließ nicht lange auf sich warten.


Mode von der Straße - die 60er und 70er

London swingt wieder betitelt Diana Vreeland die amerikanische Vogue und der Begriff des "Swinging London" war geboren. Eins der meist kopierten Ikonen dieser Zeit war ohne Zweifel das bis zu dieser Zeit dünnste Mädchen der Welt namens Twiggy. Mit ihrem Tomboy-Look und den aufgemalten, puppenhaften Wippern avancierte sie schnell zum Stilvorbild und brachte die Trends der Laufstege auf die Straße. Wer zu dieser Zeit jung war, hatte auf jeden Fall ein wildes Leben ohne Grenzen. Bei den Modetrends der 60er und 70er galt: je schriller, außergewöhnlicher und unkonventioneller, desto besser.

Mit dem Woodstock-Festival Ende 1969 kristallisierte sich dann ein zuvor nie dagewesener Trend heraus, der die Modewelt von Grund auf umkrempeln sollte. Latzhosen, Maxiröcke, Haarbänder, Hotpants und Fransen soweit das Auge reichte, dominierten die Hippiebewegung und den damit einhergehenden Bohemian-Look. Bunte Blumen-Prints und andere auffallende Accessoires durften dabei natürlich nicht fehlen. Es war die Zeit, in der alles erlaubt war, was nur annähernd Freiheit, Individualität und Jugendlichkeit symbolisierte. Es gab keine Regeln, ganz im Gegenteil wurden die 70er von einer Vermischung der Kulturen geprägt: Vom Cowboylook, bis hinzu indischen Gewändern und bestickten Schlaghosen wurde alles getragen. Die grenzenlose Hippiemode entwickelt sich schnell zu einem Lebensgefühl, welches für Toleranz, Aufhebung der strikten Geschlechtertrennung und Freiheit stand und bis in die 80er vollends ausgelebt wurde.


Trash pur - die 80er und 90er

Aerobic, Spice Girls und die Riege der Topmodels sind Schlagwörter, die nur für die 80er und 90er Jahre stehen können. Ohne knallenge Bodys, Schweißbänder und Retro-Sneaker, ohne Posh und Mel B. und ohne Claudia Schiffer, Naomi Campbell, Christy Turlington und Cindy Crawford mit ihrem markanten Leberfleck wäre diese Ära nicht das gewesen, was sie war. Die Bikins waren knapper als je zuvor, Netzhemden wurden auf nackter Haut getragen und Neonfarben gehörten zum Alltag. Es war alles bunt und aufregend.

Was für uns heute zum normalen Inventar eines Kleiderschranks gehört, war damals Kult. Die Rede ist von der Blue Jeans. Besonders das Modell 501 von Levis durfte in keiner Männergarderobe fehlen und war zusammen mit der Marke Mustang und seinen hautengen Jeans konkurrenzlos. Außerdem setze sich der Tennis-Schick durch. Das Miniatur-Krokodil auf dem Lacoste Poloshirt war das Statussymbol schlechthin und die Jugendlichen trugen es mit Stolz und aufgestelltem Kragen. Kaum zu glauben, aber auch die heute so verachtete, hochgezogene weiße Tennissocken waren in den 80er der Renner.


Alles kommt wieder - Mode von 2012

Wer dachte er hätte den Trends des letzten Jahrhunderts für immer den Rücken gekehrt, der irrt sich gewaltig. Die Mode von 2012 ist facettenreicher denn je, es ist jedoch ein bisschen wie Karussell fahren, denn auf den Kleiderstangen der Geschäfte hängen keine modischen Revolutionen. Eher im Gegenteil hat man das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben.

Samt, Schlaghosen und grafische Prints sind in jedem Fall auch anderen Epochen zuzuordnen, dennoch scheinen sie im 21.Jahrhundert moderner als zuvor. Die Schnitte sind geradliniger, die Materialien hochwertiger, generell ist der Look cleaner. Auch wenn Vintage eine große Rolle spielt und jeder seinen eigenen Individualismus unterstreichen möchte, bewegt sich die Mode eher richtig Zukunft. Früher schienen uns die Looks der Weltraumstars ferner denn je, doch gerade mit dem aktuellen Metallictrend, der alles außerirdisch glänzen lässt und den übertrieben avantgardistischen Formen, die der Fantasie keine Grenzen setzen, scheint die Zukunft zum Greifen nahe. Auch gilt es 2012, maximale Länge zu zeigen - die Maxikleider und- röcke haben sich in diesem Sommer nochmals von Ihrer vielseitigsten, buntesten und schönsten Seite gezeigt.


Ein vielseitiger Mix aus Farbe, Material und Schnitt - die Mode 2014

Die Fashion Weeks in den Modemetropolen dieser Welt beweisen es uns dieses Jahr: die Mode 2014 wird vor allem vielseitig, bunt und ethno! Die kommende Modesaison wird so gemixt und aufregend, wie schon lange nicht mehr. Clear Vision, Color Balance und Wild Craft sind die Trends, die uns zukünftig erwarten. Neben orientalischen Ethno-Looks, die mit starken Tönen, bezaubernden Applikationen und hochwertigen Materialien bestechen, gehören auch der angesagte Nude-Look und das farbintensive Color-Blocking wieder zu den Trends der Mode 2014. Letztere beiden haben sich besonders dank der irritierenden Zusammensetzung der Farben beziehungsweise der schlichten, oft mit zarten Spitzeneinsätzen verzierten Designs einen Namen gemacht.
Auch Naturmaterialien kommen vermehrt zum Einsatz, was den Green-Fashion Trend der letzten Jahre unterstreicht. Auch die Designer werden von Saison zu Saison immer mutiger, was die Entwürfe angeht. Auf den Laufstegen der Welt sieht man zunehmend asymmetrische Schnitte, neonfarbene Designs und futuristische Looks, die sogar teilweise gekonnt kombiniert werden. Auch die mondäne Mode der 20er Jahre mit kunstvollen Kleidern, glitzernden Elementen  und glamourösen Schnitten feiert nächstes Jahr wieder ein Comback. Was garantiert nie aus der Mode kommen wird, ist der legendäre Jeansstoff! Denim sieht man auch 2014 überall, ob als Jeanshemd, Weste oder Kleid.
Taschen bekommen 2014 ebenfalls einen großen Auftritt, denn neben klaren rechteckigen Formen sind die Taschen 2014 vor allem samtig, praktisch und edel verziert. Wer es besonders edel mag, wird sich über die kleinen XXS-Taschen freuen, die in Kombination mit aufwendigen Accessoires wie Edelsteine wirken. An den Füßen geht es besonders farbenfroh zu, denn Two- und Three-Tone- Looks gehören zu den Schuhtrends 2014.
Egal, wie man seine liebsten Trends mixt, 2014 bietet auf jeden Fall genug Potenzial, damit keine Langeweile im Kleiderschrank aufkommt!