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Schuhe bei Zalando (40063 Artikel gefunden)

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Die Geschichte der Schuhe von grauer Vorzeit bis ins Hier und Jetzt

Schuhe spielen schon seit ewiger Zeit eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Erst aus rein praktischen Gründen erfunden, wurden sie in entwickelten Regionen schnell zum Statussymbol. In den letzten 3000 Jahren entstanden an unterschiedlichen Orten noch heute aktuelle Designs. Einem Jeden sind zum Beispiel Römersandalen oder Pantoffeln ein Begriff. Natürlich gab es auch viele modische Irrwege im Laufe der Jahrhunderte. Wie heute ließ sich wohl damals schon vortrefflich über Geschmack streiten.


Die ersten Schuhe betreten die Erde (120.000 – 3000 v.Chr.)

Schuhe bei Zalando

Als erste Schuhform sind simple Stiefel bekannt. Sie wurden in der Eiszeit von Neandertalern getragen und bestanden hauptsächlich aus Tierfellen. Man schätzt, dass die ersten zugeschnittenen Schuhe um 120.000 v.Chr. entstanden. Funde aus Untertürkheim, die auf entsprechendes Werkzeug zur Schuhherstellung hinweisen, belegen dies. Die Ahle – auch Pfrieme genannt – bestanden aus Tierknochen und stechen problemlos durch dickes Fell.


Die ersten Schuhe des heutigen Menschen (Homo sapiens) werden um das Jahr 40.000 v.Chr. in der Gegend um Peking datiert. Verformungen an den Fußzehen dort ausgegrabener Skelette weisen darauf hin. Bei um das Jahr 30.000 v.Chr. entstandenen Schuhen fand man Elfenbeinperlen, die als Verzierung der Schuhe dienten. In den frühen Kulturen hatte Schmuck einen gesellschaftlichen Stellenwert und beschrieb den sozialen Stand.


1938 fand man in Fort Rock (Oregon/USA) den ältesten noch existenten Schuh. Es handelte sich um Bastsandalen, die von den während der Eiszeit übergesiedelten Paläoindianern, den Ureinwohnern Amerikas, getragen wurden. Durch mehrere chemische Tests lässt sich das ungefähre Herstellungsdatum dieser Sandalen auf 8.300 v.Chr. datieren. Die ersten Lederschuhe wurden in den Berner Alpen entdeckt. Durch Kohlenstoffdatierung konnte man ein Alter von 6300 Jahren ermitteln.


Diese frühzeitlichen Schuhe aus Leder hatten schon für die damalige Zeit eine beachtliche Funktionalität und waren an die jeweils vorherrschenden Wetterbedingungen angepasst. Die Schuhe von Ötzi waren bereits aus mehreren Lagen. Sie wurden wie der Rest der Gletschermumie rund 5000 Jahre im Eis konserviert. Die Laufsohle hatte eine Art Profil und das Obermaterial bestand aus Rindsleder, dessen behaarte Seite nach außen gewendet und somit wasserabweisend war. Das Innenmaterial bestand aus Gras, das ähnlich wie Flachs, zu einem robusten Garn verarbeitet wurde. Der Raum zwischen Innen- und Außenschuh wurde mit Heu ausgefüllt und durch die zusätzliche Schicht war der Schuh darüber hinaus besser gepolstert und isoliert.


Schuhe werden zum Modeobjekt, neue Designs mit mehr Style (3000 v.Chr. – 500 v. Chr.)

Während der Bronze- und Eisenzeit entwickelten sich aus der Frühform des Schuhs die Opanken. Sie wurden besonders im Verbreitungsgebiet der Kelten getragen. Um Verletzungen zu verhindern und mehr Stabilität zu bieten, war der Schaft an der Ferse erhöht. Die Schuhspitzen waren nach oben gebogen, ähnlich wie bei orientalischen Pantoffeln.


Auf die Opanke folgten um das Jahr 500 v. Chr. die Bundschuhe. Sie waren viel filigraner gestaltet als die Vorgängermodelle. Mit einem langen Lederband wurden sie über dem Spann verflochten und am Knöchel geschnürt. Durch Völkerwanderungen und Eroberungskriege verbreitete sich dieses Schuhmodell sowohl im römischen Reich, als auch in den angrenzenden Gebieten. Der Bundschuh taucht im Hoch- und Spätmittelalter noch einmal auf – dort als Fußbekleidung der Bauern und der einfachen Bevölkerung.


Römersandale, Zehentrenner oder Pantoffel ist die Frage (1000 v.Chr. – 800 n.Chr)

Schuhe bei Zalando

Unterschiedliche Schuhmodelle entwickelten sich bei den verschiedenen Hochkulturen der Antike. Die wahrscheinlich bekannteste Form ist die Römersandale, welche heute wieder stark im Trend ist. Die klassische Form aus schmalen Riemen mit einem Mittelsteg über dem Spann wurde am Knöchel befestigt. Die Lederstreifen verliefen teilweise bis unter das Knie und wurden an der Rückseite zusammen gebunden.


In Ägypten auf der anderen Seite des Mittelmeers entstanden währenddessen die ersten Zehentrenner, auch Zehenstegsandalen genannt. Es lässt sich jedoch vermuten, dass die Entwicklung auf Grund des Alters der ägyptischen Hochkultur schon früher stattfand. Je nach gesellschaftlichem Stand waren diese Schuhe mit wertvollen Edelmetallen verziert und mit einer dicken Sohle versehen. Während im damaligen europäischen Raum Schuhe von allen Bevölkerungsschichten getragen wurden, war es den Sklaven in Ägypten verboten.


Wahrscheinlich durch orientalische Einflüsse im östlichen, byzantinischen Reich erreichten im Jahre 400 n.Chr. die ersten Pantoffeln das europäische Gebiet. Geschlossene Schuhe wurden wieder vermehrt auch in warmen Regionen getragen, was auf der einen Seite durch modische Einflüsse und auf der anderen durch eine höhere Sicherheit vor giftigen Insekten und anderen Tieren zu erklären ist.


Lederschuhe, Plateaus und Blockabsatz (800 n.Chr. – 1600 n.Chr)

Wendegenähte Schuhe aus Leder, wahrscheinlich die Weiterentwicklung der geschlossenen Schuhe aus dem byzantinischen Reich, waren anfangs das klassische Modell aller Gesellschaftsschichten des Mittelalters. Ihre Machart war ziemlich simpel: Erst innenseitig vernäht, wurden sie dann auf die Außenseite gewendet und mit einer Fell- oder Ledersohle ausgelegt. Modische Trends konnten sich durch zunehmende Urbanisierung in Europa schneller verbreiten und ortsansässige Schuster übernahmen diese. So veränderten sich in den folgenden 500 Jahren besonders Spitze und Ferse, mal von rund zu spitz und ein anderes Mal von spitz zu rund – ganz wie bei den heutigen Schuhtrends.


Durch die Kreuzzüge im Mittelalter erreichten orientalische Einflüsse zum zweiten Mal die europäischen Städte. Die sogenannten Schnabelschuhe sind leicht veränderte Opanken(siehe Antike und Frühmittelalter), wie sie schon im byzantinischen Reich verbreitet waren. Die teilweise sehr lang nach oben gebogene Spitze hatte wohl eher modische Hintergründe und keinen praktischen Zweck. So wurde in der damaligen Standesgesellschaft die Länge der Schuhspitzen reglementiert, um die soziale Herkunft sichtbar zu machen. Viele einfache Bürger verzichteten schon bald ganz auf die gebogenen Schuhe und sie entwickelten sich zum reinen Statussymbol von Adel und Klerus.


Zu dieser Zeit hatte die Landbevölkerung noch wenig Kontakt mit modischen Trends und trug meist Wende- oder Bundschuhe, welche sehr robust verarbeitet waren. Da sich das Leder bei feuchtem Wetter besonders schnell abrieb, behalf man sich mit den wohl ersten Plateauabsätzen, Trippen genannt. Sie waren ein Überschuh, bestehend aus einem bogenförmig ausgehöhlten Holzsockel und einem einfachen Riemen über dem Spann, in den man einfach reinschlüpfen konnte. In den großen Städten bewahrten die Plateauschuhe zudem vor Dreck und Unrat, der durch fehlende Kanalisation auf der Straße landete.


Zum Ende des Mittelalters, entwickelten sich aus den Trippen die ersten modisch inspirierten Schuhabsätze. Für beide Geschlechter hatte der Absatz einen Anreiz. Männer konnten mit ihm noch größer und mächtiger auftreten, Frauen ihre weiblichen Formen besser in Szene setzen. Wie schon bei den Schnabelschuhen war der Superlativ ein Statussymbol und so konnte man im Venedig des 16. Jahrhunderts teilweise vierzig Zentimeter hohe, kunstvoll verzierte Absatzvarianten erblicken. Deren Träger mussten sich an ihrer Gefolgschaft oder hohen Gehstöcken abstützen, was den Trend wohl nach kurzer Zeit im Sand verlaufen ließ.


Schicke Schuhe werden zum Allgemeingut (1700 – 1850)

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten sich Schuhe immer mehr zum eleganten Modeobjekt entwickelt. Sie waren farblich der Kleidung angepasst und mir detailreichen Stickereien und Applikationen verziert. Importstoffe wie Seide und Satin wurden ein sehr wichtiger Bestandteil der damaligen Mode. Ein halbhoher Blockabsatz war dabei obligatorisch, der Blockschuh wurde zum wichtigsten Schuhmodell in der europäischen Gesellschaft.


Schuhe bei Zalando

Mit dem Wegfall der Ständegesellschaft und im Zusammenhang mit der französischen Revolution veränderte sich das Aussehen hin zu einem sehr schlichten Erscheinungsbild. Bedingt durch den Wandel in der Bevölkerung wurde nun mehr Wert auf ernsthaftes, seriöses Auftreten gelegt.


Der Beginn der industriellen Revolution läutete eine neue Epoche der Schuhherstellung ein. Durch große Massenproduktion und optimierte Arbeitsschritte konnten unterschiedliche Modelle zu viel kleineren Preisen durchsetzen. Kleine Schuhmacherbetriebe konnten sich zwar aufrechterhalten, jedoch wurde das Interesse an persönlich angefertigten Leisten immer geringer. Zurückzuführen kann man das auf die immer bessere Qualität von Gerbe-Verfahren in der Industrie und Festlegung auf einheitliche Schuhgrößen.


Mit der Individualisierung in der Schuhherstellung entwickelten sich zum ersten Mal überhaupt reine Frauen- und Männermodelle. Der modische Aspekt lag damals noch eher bei den Männern, welche den allgemeinen Einfluss auf die Schuhmode zu diesem Zeitpunkt prägten. Der elastische Gummieinsatz am Schaft war um 1850 eine der wichtigsten Erfindungen und hat sich bis heute kaum verändert.

Zu einer großen wissenschaftlichen Debatte führte das Bestreben auf Wiedereinführung von links- und rechtsfüßigen Schuhen, welche seit dem 17. Jahrhundert einfach in Vergessenheit geraten waren. Um 1850 wurde diese Unterscheidung wieder eingeführt.


Damenschuhe bekommen einen eigenen Look, Schuhcreme wird der Renner (1850 – 1950)

Mit neuen, modischen Freiheiten in der Damenmode, wie Röcken, die nicht mehr bodenlang sein mussten, entwickelten sich auch ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Schuhmodelle für Frauen. Sehr beliebt waren Stiefeletten mit einem halbhohen Absatz und seitlicher Knopfleiste sowie sogenannte Schlupfstiefeletten mit elastischem Einsatz. Die ersten Traditionsmarken etablierten sich zur Wende in das nächste Jahrhundert.


Mit Erfindung der heute überall bekannten Schuhcreme konnte man seine Schuhe besser pflegen und länger neuwertig erhalten. Durch den geringen Preis waren bald in allen Stadtparks Schuhputzer unterwegs, die sich um das Schuhwerk der besseren Gesellschaft kümmerten. Eine weitere, wichtige Erfindung war das Klebeverfahren, das die schnelle Produktion ohne Nadelstiche ermöglichte.


Schuhe heute in der globalen Welt, alles kann nichts muss (1950 – heute)

Die technologische Weiterentwicklung im Schuhbereich, sowohl bei der Fertigung als auch bei den Modellen, ist enorm schnell vorangeschritten. Durch Einflussfaktoren wie freier Marktwirtschaft und Globalisierung konnten sich neue Trends viel schneller verbreiten. Der gestiegene Wohlstand in weiten Regionen der Welt fördert die Nachfrage und so erscheinen Jahr für Jahr immer neue, außergewöhnliche Designs auf den Märkten.


Die letzte populäre Weiterentwicklung war der Sneaker, welcher in den 1960er Jahren vor allem von jungen, rebellischen Menschen getragen wurde. Zwanzig Jahre später setzte er sich in der breiten Bevölkerung vollkommen durch und ist heute in 99% aller Schuhschränke fester Bestandteil.