Fashion Flashback

Joni Mitchell & das Maxikleid

Ein Maxikleid ist anmutig, feminin und gibt uns das Gefühl von Sommer, Freiheit und Natur. Genau wie es Hippie-Ikone Joni Mitchell 1971 vorgelebt hat
Veronika Heilbrunner / © Pascal Le Segretain / Getty Images
Veronika Heilbrunner / © Pascal Le Segretain / Getty Images 
Joni Mitchell, 1971 / © GAB Archive/Redferns / Getty Images
Joni Mitchell, 1971 / © GAB Archive/Redferns / Getty Images 

Peace, Love & Happiness, Flower-Power-Ära, Summer of Love, Woodstock-Generation: Für die Hippie-Bewegung der 60er und 70er Jahre gibt es viele Namen. Doch nur ein Gefühl. Es ist das Gefühl von Selbstbestimmung: Unbeschwert sein, tun und lassen, was man will, im Schneidersitz befindend über das Leben sinnieren, bewaffnet mit Worten, Blumen und Gitarre. Optisch zeigte sich die damalige „Antimode“ und Protesthaltung in Form von Batik, langen Haaren, ganz viel Folklore und bei den Frauen durch bunte Maxikleider. Joni Mitchell war mit liebreizendem Folk-Gesang Stimme und Gesicht der Hippies. Bodenlange Walle-Dresses mit Ethnomustern prägten ihren Look.

Um heute in dieses Lebensgefühl einzutauchen, braucht es nicht zwingend Mitchells „Big Yellow Taxi“, vielmehr holen wir es mit modernen Chiffon- und Seidenkleidern in den Alltag. Vorlagen bekommen wir dabei von den Designerlabels zur Genüge: Die setzen das Hippie-Must-have als grafisch-zarte Versuchung (Chloé), sportliche Wrap-Variante (Lacoste) oder folkloristische Urlaubsrobe (Etro) vielseitig um.

Beim Styling gilt modischer Freigeist

Oder wir machen es einfach wie Veronika Heilbrunner: Ihre Formel aus 80 Prozent Hippie (mit hochgeschlossenem, aber kurzärmeligen Kleid) und 20 Prozent Sportswear (mit weißen Canvas-Sneakern) bleibt dem Freiheitsgefühl von damals treu. Nämlich den Look so inszenieren, wie es sich für einen richtig anfühlt. Und sehen wir dann eher farbenfrohe Sandalen mit Bommeln zum Dress, ist das auch fein. Im Gegensatz zu Joni Mitchell wählt Vroni lieber die nude-farbene Micro Bag zum Kleid und nicht die Dulcimer. Fürs vollendete Sommer-Feeling setzen wir noch den Panama-Hut auf. Die Haare bleiben im Sinne der 70s offen, nur eben etwas strenger hinter die Ohren getragen.

DER LOOK VON JONI MITCHELL