Trend Report

Denim Detox

Keine Sorge, wir tragen in diesem Sommer weiterhin Jeans – ob als Hose, Kleid oder Jacke. Hauptsache, die Optik ist clean
Mother of Pearl S/S17 © Catwalking/Getty Images, Street Style Düsseldorf © Christian Vierig/Getty Images
Mother of Pearl S/S17 © Catwalking/Getty Images, Street Style Düsseldorf © Christian Vierig/Getty Images 

Der Ripped Denim Trend hat Risse bekommen. Labels wie Mother of Pearl, Carolina Herrera und Vale Denim setzen in ihren Sommerkollektionen vielmehr auf glatte Texturen, die cleaner wirken, als es Courtney Love jemals sein wird. Brav sind die Designs dank offener Säume und asymmetrischer Cuts aber kein bisschen. Und lockere Silhouetten wie Jeans in Loose bis Regular Fit oder Kleider in A-Linie trösten uns schnell darüber hinweg, dass der „atmungsaktive“ Nebeneffekt zerlöcherter Styles (vorerst) passé ist.

Denim auf Zeitreise

Noch immer hoch im Kurs dagegen steht das Double-Denim-Prinzip. Amy Powney macht für Mother of Pearl sogar ein Triple daraus und vervollständigt den cleanen Jeans-Look mit spitzen weißen Pumps. Während ihre Kreation, auch durch den Perlenbesatz an der Hose, stark an die Achtziger erinnert, lassen Jeanskleider in dieser Saison andere Jahrzehnte wiederaufleben. So nämlich beamen uns Modelle in A-Linie auf direktem Wege zurück in die Seventies. Latzkleider aus Denim dagegen zitieren die 90er Jahre. Mehr noch, wenn wir ein Crop Top mit Logo-Print, Plateausandalen und einen Minirucksack dazu tragen.

Echter Evergreen

Aus dieser Dekade stammt auch die Vorlage für den Street Style der deutschen Bloggerin Alexandra Lapp. Ihre 501 von Levi’s war damals DAS Ding. Und ist es heute längst wieder, auch dank Neuinterpretation von Labels wie RE/DONE oder Vetements. Letzteres sorgte mit dem asymmetrischen, zusammengesetzten DIY-Design für große Aufmerksamkeit. Die ist Alexandra in der Kombi zum smaragdgrünen Camisole-Top und der gemusterten Kimonojacke ebenfalls sicher.

Cleane Denim Looks