Trend Report

Lasst Blumen sprechen

Das Mauerblümchen-Dasein ist passé: Die neue Interpretation zarter Blütenmuster geht mit der Zeit und präsentiert sich feminin, stark und freigeistig.
Pernille Teisbaek (links) / © Getty Images
Pernille Teisbaek (links) / © Getty Images 

Der Begriff Flower Power erhält diesen Frühling eine neue Bedeutung. Zwar schwingt in fließenden Röcken, Kleidern und Blusen mit kleinen Streublumen- bis hin zu großflächig blühenden Prints noch eine gute Prise 70er-Jahre-Boho-Feeling mit, doch bringen beherztere Stylings Ecken und Kanten in den Look.

Blütezeit auf dem Catwalk

Die Pariser Designer schienen ihre Inspiration für die Frühjahr-/Sommerkollektionen inmitten des blühenden Jardin des Tuileries gefunden zu haben. Bei Balenciaga etwa sah man wallende Kleider im Seventies Style oder hautenge Crop Tops zu Spandex-Leggings im gleichen Blumenmuster, dazu Perlenketten und großmütterliche Broschen. Très chic, dieser Anti-Chic von Kreativdirektor Demna Gvasalia. Clare Waight Keller hingegen sorgte mit Rüschen und Flower Prints in Braun- und Blautönen für den typisch romantischen Chloé-Look, während man bei Alexander McQueen in London Maxikleider im Bohemian-Stil mit schwarzer Lederjacke kontrastierte. So oder so: Das Motiv wird in dieser Saison seinem naiven Charme enthoben und einen Zacken schärfer gemacht.

Nicht zu süß, bitte!

Gepaart mit markanten Stilpartnern wie Denim und Leder wirkt kein Blütenregen zu sanft. Interpretiert als Stickerei oder Applikation auf Jeans und Sweatshirts, wirken Blumenmotive alles andere als kitschig. Und was die Kombinationsmöglichkeiten angeht, bloß keine Schüchternheit zeigen: Running Sneakers zum Flower-Power-Kleid (wie es Pernille Teisbaek vormacht), Destroyed Denim zu geblümtem Top und Babouche-Slippern oder gleich Blumen-Prints von Kopf bis Fuß à la Balenciaga – alles ist erlaubt, denn niedlich war gestern!

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