Trend Report

Pretty in Punk

Mode ist Emanzipation. Und die hat im besten Fall viele Ecken und Kanten. Wer jetzt also seine weibliche Unabhängigkeit zeigen möchte, setzt auf Punk. Und mixt den ganz eigenwillig.
Alexander McQueen S/S17 / © Getty Images (links) / © Alvaro & Wen Colom (rechts)
Alexander McQueen S/S17 / © Getty Images (links) / © Alvaro & Wen Colom (rechts) 

Unabhängigkeit, keine Einschränkungen, Willensstärke: In den 70ern stand der Punk für die Rebellion der freiheitssuchenden Individualisten. Dabei wich der bunte Woodstock Spirit der Sixties einem dunkleren Grunge-Image – mit der „Godmother of Punk“ Patti Smith oder Sängerin Joan Jett als weltweite Vorbilder. In dieser Saison wird das Unangepasstsein aufs Neue zelebriert, nämlich im coolen Remix.

Der Look vom Laufsteg

Während der Pariser Modenschauen zeigten Designer wie Junya Watanabe und Haider Ackermann Outfits mit verziertem Leder, Schottenkaro und natürlich Schwarz, Schwarz, Schwarz, wie viel Punk in der Frühjahr-/Sommer-Saison 2017 steckt. Überboten wurde das Ganze nur noch vom britischen Avantgarde Label Alexander McQueen. Karoanzüge trug man hier im coolen Layering (Blazer über Rock über Hose) zu derben Nieten-Boots. Feminine Details wie schmale Taillen wurden mit starken Gegenspielern wie breiten Schultern kontrastiert, florale Stickereien trafen auf vielen Dornen.

P(r)unkvoll gestylt

Neben dem Schottenmuster bleibt aber auch Leder Look-prägend. Die Dramatik des glatten Materials wird dabei durch Minilänge, mit Nieten oder Reißverschlüssen unterstrichen. Im aktuellen Zalando Fashion Film trägt das deutsche Supermodel Kris Gottschalk den schwarzen Ledermini so eigen wie sie selbst ist: im Mix mit einem sportlichen Shirt und einer toughen Bomberjacke. Smokey Eyes in kühlen Blautönen runden das Outfit ab und lassen an der Kompromisslosigkeit dieses Trends keinen Zweifel.

Die Looks zum Trend