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Gucci setzt sich für Vielfalt ein

Dass die Präsenz schwarzer Models noch immer die Ausnahme ist, zeigt der Hype um die neue Pre-Fall-Kampagne von Gucci.
© Glen Luchford / Gucci
© Glen Luchford / Gucci 

Junge Menschen tanzen ausgelassen, posen stolz in ihren extravaganten Outfits, feiern sich und das Leben. Eigentlich eine ganz normale Kampagnen-Story, die Gucci zur Pre-Fall-Kollektion 2017 erzählt. Wären nicht alle Darsteller – Models und Tänzer – schwarz. Deshalb sorgen die Motive derzeit für viel Aufsehen. Inspiriert von Portraits des malischen Fotografen Malick Sidibé und angelehnt an die englische Northern-Soul-Subkultur der 60er-Jahre, „begibt sich die Kampagne auf die Suche nach der Möglichkeit der freien Entfaltung durch Musik und Kunst“, wie Gucci in einem Begleittext schreibt.

Da fast zeitgleich die Berufung des gebürtigen Ghanaers Edward Enninful zum neuen Chefredakteur der britischen „Vogue“ erfolgte, wird nun diskutiert, ob das Anzeichen für eine Ablösung der weißen Leitkultur in der Mode sind. Denn noch immer beklagen sich zum Beispiel dunkelhäutige Models über eine Benachteiligung beim Casting. Dass die Gucci-Kampagne allein über die Hautfarbe diskutiert wird, zeigt, wie weit der Weg zur Normalität noch ist.