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Goedele Leyssen im Exklusiv-Interview

Goedele Leyssen beim Yoga

Yoga-Lehrerin & Bloggerin Goedele Leyssen

Interview mit Goedele

"Yoga hat mein Leben komplett verändert"

Die Belgierin Goedele Leyssen begann ihre Karriere als Beauty Redakteurin, bevor sie Yoga Lehrerin wurde. Sie konzentriert sich auf Kundalini Yoga, gesunde Ernährung und weitere körperliche Übungen. Sie möchte Menschen inspirieren und ihnen zeigen, dass Yoga sich perfekt mit unserem Lebenswandel verbinden lässt.

Was war deine erste Yoga-Erfahrung?

Ich war 12 Jahre lang Redakteurin eines bekannten flämischen Schönheits- und Gesundheitsmagazins. Im Jahr 2008 wurde ich für eine Reportage nach Indien geschickt. Zu dieser Zeit war der Druck bei der Arbeit sehr hoch, ich ließ mich gerade scheiden und durchlief persönlich eine sehr schwierige Zeit. Der Stress laugte mich körperlich und seelisch aus. Ich wollte nicht wirklich weg, aber eine innere Stimme sagte mir, dass ich gehen soll, und so habe ich meine Sachen gepackt und bin für einen Monat nach Indien.
Vor Ort ging ich in eine ayurvedische Klinik, wo wir jeden Morgen um 5 Uhr geweckt wurden, um Yoga zu machen. Im Ashram in den ich anschließend ging, hatte ich die Gelegenheit, verschiedene Meditationstechniken auszuprobieren. Ich war lange nicht mehr so im Reinen mit mir selbst.
Zurück in Belgien umgab mich der Stress des Alltags wieder, aber irgendwie beeinflusste er mich weniger als vorher. Die folgenden Jahre waren eine Zeit der Entdeckung. Ich war sehr offen gegenüber allem, was mit Yoga zu tun hatte und in dieser Zeit habe ich auch meine Lehrerin, die Amerikanerin Gurmukh Kaur Khalsa, getroffen. Das Erste, was mir auffiel, als ich sie das erste Mal sah, waren ihre strahlende Haut und das Funkeln in ihren Augen. Sie bewegte sich außerdem sehr geschmeidig, obwohl sie schon über 60 war. Ihr Geheimnis? Kundalini-Yoga! Es wirkt nicht nur auf deine Muskeln, sondern auch auf deine Hormondrüsen, sodass es dich körperlich und mental im Gleichgewicht hält. Nach einigen Workshops mit Gurmukh habe ich mich zu einem Yogalehrerkurs angemeldet und sofort begonnen, neben meinem Beruf als Journalistin, Yoga zu unterrichten. Es war vom ersten Tag an ein fantastisches Abenteuer und eines, das ich immer noch sehr genieße.

Welchen Rat würdest du einem Anfänger geben?

Es gibt viele Formen von Yoga. Zunächst einmal sollte man verschiedene Kurse mit verschiedenen Lehrern ausprobieren, um herauszufinden, welcher Yogastil am besten zu einem passt. Versuche, dich von deinen Erwartungen bezüglich dessen, wie Yoga sein sollte, zu lösen. Lass dich von der Erfahrung leiten. Du profitierst am meisten von einem Yogakurs, wenn du ihn mit der Neugier eines Kindes angehst.

Wie hat Yoga dein Leben verändert?

Mein Leben hat sich komplett verändert. Als Journalistin bin ich für die Einführung neuer Produkte rund um die Welt geflogen und am Abend fand man mich mit High Heels und einem Glas Champagner auf Empfängen oder Partys. Mein Kleiderschrank war voller schwarzer Kleider. Ich habe meine Haare schwarz gefärbt und meine Augen immer mit Kajal betont. Seit ich Yogalehrerin bin, trage ich helle Kleidung. Glücklicherweise reise ich immer noch an viele schöne Orte, aber ich laufe oft barfuß.
Yoga hat auch meinen Lebensrhythmus verändert. Ich war immer eine richtige Nachteule, aber da ich mir nun Zeit für Yoga am Morgen nehme, bin ich zum Frühaufsteher geworden. Früh aufzustehen war für mich auch wirklich schwer, wenn ich am Vorabend Alkohol getrunken hatte, daher habe ich eines Tages beschlossen, keinen mehr zu trinken. Heute bestelle ich im Café Kamillentee – eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe. Ich habe mich vorher in meiner Haut viel unwohler gefühlt als jetzt. Yoga hält meinen Körper geschmeidig und stark und hat mir mehr Selbstvertrauen geschenkt. Außerdem wirkt Kundalini-Yoga, die Yogaform, die ich praktiziere, auch auf deine Hormondrüsen, was dich strahlen lässt.

Portrait Goedele Leyssen

Spotify Playlist von Talia Hendlisz

"Yoga ist ein Bootcamp für das wahre Leben"

"Yoga boomt in Belgien"

Was ist dein Mantra?

Ich habe ein paar, aber „Wenn du gehst, dann gehe. Wenn du isst, dann iss.“ ist eines, das bei mir im Moment ganz oben steht. Es ist ein Zen-Sprichwort, das mir in den Sinn kommt, wenn ich bemerke, dass ich vom fokussierten Einzeltasker zum chaotischen Multitasker werde. Es erinnert mich sanft daran, wie wichtig es ist, dem was man tut, seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Es hilft mir, den Moment zu leben.

Was bedeutet Yoga für dich?

„Yoga ist ein Bootcamp für das wahre Leben“, hat mein Lehrer einmal gesagt. Das erfahre ich jeden Tag. Beim Yoga geht es nicht um die perfekte Ausführung komplizierter Brezel-Stellungen. Es ist ein Mittel, um selbstbewusster zu werden. Wenn du bei der Ausführung einer bestimmten Position an die Grenzen deines Körpers stößt, lehrt dich diese Position, den Körper so zu akzeptieren, wie er ist. Sie konfrontiert dich mit deinen Grenzen und gibt dir die Gelegenheit, die Frustration, die du verspürst, in etwas Positives zu verwandeln. Mit Yoga trainierst du unter anderem deine Ausdauer, Geduld, Beweglichkeit und Konzentration. Dies alles sind nützliche Fähigkeiten für das tägliche Leben. Ich bin als Person enorm gewachsen, seit ich Yoga in mein Leben integriert habe. Ich bereue keine einzige Sekunde der vielen Stunden, die ich auf der Matte verbracht habe.

Wie können Menschen in einem hektischen Alltag die Motivation finden, Yoga zu machen?

Du findest die Motivation, wenn du dich auf den Mehrwert fokussierst, den Yoga deinem Leben verleiht. Der ist bei jedem anders. Ich sprühe immer vor Energie, wenn ich Yoga gemacht habe und bin den ganzen Tag viel produktiver und ruhiger. Das motiviert mich, morgens früher aufzustehen und Yoga zu machen. Wenn du mit Yoga anfängst, ist es sehr wichtig, zu beachten, dass es 21–45 Tage dauern kann, bis sich neue Gewohnheiten in deinem Leben verankert haben. Also mache weiter und die Yoga-, Stretching-, Meditations- und Atemübungen werden ebenso selbstverständlich wie das Zähneputzen.

Wie entwickelt sich Yoga in Belgien?

Yoga boomt in Belgien. Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit und unser Nervensystem wird von den Impulsen, die wir über unsere Smartphones, Tablets und Computer erhalten, fortlaufend stimuliert. Auch der Leistungsdruck steigt. Die Menschen spüren, dass es nicht reicht, am Wochenende auszuschlafen oder zur Pille zu greifen und so zu tun, als sei alles in Ordnung. Sie suchen nach anderen, gesünderen Wegen, um besser mit Stress in ihrem Leben umzugehen. Yoga ist einer dieser Wege. Natürlich ist es hilfreich, dass es heutzutage viele Berichte über Yoga in beliebten Magazinen gibt. Als ich meine Bücher geschrieben habe, habe ich Yoga bewusst in den Kontext eines gesunden Lebensstils gesetzt, bei dem Ernährung und andere Formen des Trainings ebenfalls einen Platz gefunden haben. Auf diese Weise wollte ich die Schwelle herabsetzen und die Menschen inspirieren, einmal an einem Yoga-Workshop teilzunehmen oder eine Übung auszuprobieren. Yoga lässt sich perfekt ins Leben integrieren und das wollte ich zeigen. Ich glaube, dass Yoga in Belgien immer noch ein großes Wachstumspotential hat und freue mich, dazu beitragen zu können.

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