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Missoni, 1975

Missoni-ismus
Die Meister der Muster

15.07.2013 / Michelle Wenzel

Es ist das wohl bekannteste Muster der Modewelt: das Missoni-Zickzack. Vor 60 Jahren revolutionierten Ottavio und Rosita Missoni mit ihren farbenprächtigen Designs die Strickmode, die seither als stilprägend gelten. Doch bei Familia Missoni lief nicht immer alles so bunt. Erst in diesem Jahr trübten zwei Schicksalsschläge das 60-jährige Jubiläum des Traditionsunternehmens.

Die Welt von Missoni

… – das sind kräftige Farben, wildes Patchwork und das unverkennbare Zickzack-Muster. Doch Missoni ist nicht einfach nur Mode. Es ist ein „Lifestyle“, sagt Mitgründerin Rosita. Es ist ein italienischer Lebensstil, der stark von ihr und Ehemann Ottavio geformt ist. Sie lernten sich während der Olympischen Spiele 1948 kennen und lieben, heirateten 1953 und legten mit einem kleinen Strickgeschäft den Grundstein für ihr später weltweit bekanntes Modeimperium. Ihre raffinierten Kreationen geben der bis dahin angestaubten Strickmode ein neues, aufregendes Gesicht. Beide vereinte von Anfang an die Freude am Leben. Für Ottavio nicht selbstverständlich, der in den 40ern in Kriegsgefangenschaft lebte. Das merkt man den farbenfrohen Designs nicht an. Auf die wird Anna Piaggi, eine renommierte Modejournalistin, aufmerksam und macht das Label international bekannt. Es folgen zahlreiche Auszeichnungen, ein Nacktskandal (1967 schickte Rosita die Models ohne BH über den Laufsteg) und weitere Linien wie M Missoni. Das Label wird schließlich zur festen Institution der Modeszene.

A Family Business

Nachdem sich Ottavio und Rosita aktiv aus dem Geschäft zurückziehen, übernehmen ihre Kinder Vittorio, Luca und Angela das Ruder: Seit 1997 führt Angela als Kreativchefin das farbenfrohe Design weiter und brachte es mit ihrem Trendgespür ins neue Jahrtausend. Eine ihrer wichtigsten Inspirationen? Tochter Margherita! Sie ist nicht nur Muse, sondern mit ihrem lebhaften Style auch das Gesicht von Missoni.

Freud und Leid

… liegen im Leben oft nah beieinander. Wie nah musste Missoni in diesem Jahr selbst erleben. Während Fotograf Alasdair McLellan die Essenz des Labels in einer nostalgischen Werbekampagne festhält, bei dem Gegenwart auf Vergangenheit trifft und das 60-jährige Bestehen zelebriert wird, erleidet die Familie zwei tragische Unglücke. Sie trauert um Vittorio, der seit einem Flugzeugunglück im Januar als verschwunden gilt und sie trauert über den Verlust ihres Oberhauptes Ottavio, der im Mai verstirbt. Doch sein Erbe bleibt. Unverwechselbar, farbenfroh, echt – genau wie sein Leben. Und das sollte gefeiert werden.