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Der Schnurrbart wird in Form gebracht

Die Rückkehr
des Schnurrbarts

01.11.2013 / Ulrike Stolpe

Ob „Rock Star“, „Undercover Brother“ oder „Connoisseur“: Diese klangvollen Namen zaubern Männern jetzt Attitüde auf die Oberlippe. Doch geht es bei dieser Form der Gesichtsbehaarung nicht mehr um bloße Attraktivität – dank des elften Monats des Jahres, dem Movember. Ja, richtig gelesen! Diese Wortneuschöpfung aus dem englischen Wort für Schnurrbart, Moustache, und November steht für eine aus Australien stammende Bewegung, die der Gesundheit von Männern im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Gesicht verpassen möchte.

Von der Schnapsidee zur Charity

Was vor zehn Jahren als Bar-Wette unter Freunden begann, hat sich zu einer internationalen Kampagne entwickelt, die das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit für Männerkrankheiten wie Prostatakrebs stärken möchte. „Wir waren ein paar Surfer und Skater Jungs, die darum wetteten, wer in 30 Tagen den schönsten Schnurrbart züchten kann. Denn zu der Zeit gab es keinen unter 60, der noch einen Schnurrbart hatte. Wir wollten ihn zurückbringen, denn alle unsere Helden trugen ihn: Musiker wie Jimi Hendrix, unsere Väter, sogar Albert Einstein!“, erklärt Gründer Justin Coghlan, genannt JC, die Entstehungsgeschichte von Movember. „Jeder sprach uns auf den Schnurrbart an. Also warum das Ganze nicht für einen guten Zweck nutzen? Es gibt nichts männlicheres, als sich einen Schnurrbart stehen zu lassen, also sollte er ein Zeichen setzen, und da das Thema Gesundheitsvorsorge bei Männern oft vernachlässigt wird, wurde das unser Ausgangspunkt.“ Im vergangenen Jahr hat Movember damit in 21 teilnehmenden Ländern mehr als 113 Millionen Euro Spendengelder gesammelt. Diese kommen der Erforschung von Prostatakrebs zu Gute. In Deutschland unterstützt die Stiftung damit den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V., die europaweit größte Organisation von und für Betroffene dieser weitverbreiteten Krebserkrankung, die durchschnittlich sieben Mal pro Stunde diagnostiziert wird.

Hip für den guten Zweck

Das Mitmach-Prinzip ist einfach: Bevor jeder „Mo Bro“ am 1.11. glattrasiert in den Wettstreit um den schönsten Schnauzer und die meisten Spenden startet, registriert er sich auf der Movember-Website. Nun gilt es 30 Tage lang den Oberlippenbart wachsen lassen, das Ganze mit Fotos dokumentieren, auf sozialen Netzwerken teilen und als wandelnde Werbetafel im Alltag möglichst viel Beachtung für das Anliegen generieren. Denn JC ist sich sicher: „Die Leute werden dich auf deinen plötzlichen Bartwuchs ansprechen.“

Sympathisierende Frauen sind als „Mo Sistas“ ebenfalls herzlich willkommen, ihre Brüder, Freunde oder männlichen Kollegen zu unterstützen. Und wer sich trotz allen Hipster-Hypes partout nicht für den „Pornobalken“ erwärmen kann, der mag seine Befürwortung einfach in Form einer Spende ausdrücken. Selbstredend begibt sich auch JC wieder pünktlich zum Monatsbeginn unters Rasiermesser. Sein diesjähriger „O-Li-Ba“-Favorit? „Ich denke, ich entscheide mich für den Trucker à la Hulk Hogan.“ Wer es klassischer mag, dem sei der Chevron ans Herz gelegt - die schnörkellose Variante, die Tom Selleck alias Magnum berühmt gemacht hat. Für eher spärlichen Bartwuchs empfiehlt sich die zarte Errol-Flynn-Vorlage. Moustache-erfahrene Kandidaten können sich am „Lenker“ nach Dalí-Vorbild versuchen.

Ob der Schnurrbart nun Top oder Flop ist, darüber mag sich streiten lassen. Der Gedanke dahinter verdient definitiv ein Daumen hoch und tatkräftige Unterstützung.
www.movember.com