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Queen of New Soul: Jessie Ware

Interview
Jessie Ware

28.06.2013 / Laura Günther

  • Jessie … „Wer?“ Jessie Ware! Zugegeben, der Bekanntheitsgrad der britischen Sängerin und Songwriterin hält sich bislang in Grenzen. Aber unter Insidern wird die junge Londonerin längst als Geheimtipp gehandelt. Neugierig? Gut so, denn hier haben wir es keinesfalls mit einem neuen Sternchen am Popstar-Himmel zu tun, sondern mit einer Frau von Format. Schon optisch lässt uns der Anblick der 28-Jährigen hoffen: Klasse, gepaart mit Extravaganz. Das seidige Haar streng zu einem Dutt gebunden, körperbetonte Kleider, subtil-geschmeidiges Posing und eine geheimnisvolle Aura, die sie umgibt. Dass sie optisch der Queen of Soul Sade in nichts nachsteht, ist offensichtlich. Ob sich die Vergleiche mit der 80er-Jahre-Ikone auch in musikalischer Hinsicht bestätigen können? Eines steht jedenfalls vorab fest: es handelt sich um Pop-Soul der Extraklasse.

    Das möchten wir allen ans Herz und vor allen Dingen an die Ohren legen.

    „Devotion“, der Titel deines Debütalbums, kann im Deutschen sowohl positiv als auch negativ ausgelegt werden: als „Aufopferung“ und „Ergebenheit“, aber auch als „Hingabe“ oder „Zuwendung“ – wie interpretierst du Devotion, positiv oder negativ?

    Jessie Ware: Ich denke, es ist für mich ein bisschen von beidem. Meine Stimme klingt auf dem Album melancholisch, aber viele der Erfahrungen, über die ich singe, sind auch sehr positiv. Der Inhalt des Debüts ist ein Mix aus positiv und negativ. In „Wildest Moments“ geht es beispielsweise um das Verhältnis zu meiner besten Freundin. Uns verbindet eine echte Hassliebe. Es geht in dem Stück also um diese beiden Extreme: wie man ein absolut toller Mensch und zugleich ein scheußlicher Mensch für einen anderen sein kann.

  • Wie drückst du dich musikalisch aus? Was erwartet uns in deinen elf Tracks?

    Jessie Ware: Ich wollte meine elektronischen Einflüsse mit ganz klassischem Songwriting kombinieren. Und es sollte sich nicht zu sehr nach dem Hier und Jetzt anhören, nach dem, was gerade angesagt ist. Aus diesem Grund habe ich mich auch ein wenig an den Beats und Grooves von Musikern orientiert, auf die ich schon seit Ewigkeiten stehe. Prince zum Beispiel, Chaka Khan und Grace Jones.

    Und die Kurzversion davon? Wie würdest du deine Musik in 3 Worten beschreiben?

    Jessie Ware: Romantisch, rhythmisch, elektronisch.

    Und was hörst du privat?

    Jessie Ware: Ich höre sehr viel Soul, aber auch die neusten Sachen. Ich habe zum Beispiel das Police-Album zuhause oder höre die Songs von Solange Knowles …

    Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal zusammen arbeiten?

    Jessie Ware: Am liebsten mit „The Weekend“ oder „Kanye West“.

    Warum Kanye West?

    Jessie Ware: Ich liebe Kanye Wests letztes Album, er macht spannende Produktionen und arbeitet mit großartigen Leuten zusammen.

    Dein Werdegang als Sängerin wurzelt im Background-Gesang und endet als Popstar. Hattest du jemals den ernsten Vorsatz an einer Casting-Show teilzunehmen?

    Jessie Ware: Als „X-Factor“ und „Top of the Pops“ starteten, hatte ich wirklich großes Interesse, daran einmal teilzunehmen. Ich dachte mir, dass das ziemlich cool wäre, aber mittlerweile ist das nichts mehr für mich.

  • Was hast du immer bei dir? Ohne was verlässt du nie das Haus?

    Jessie Ware: Mein großer Koffer, die Kopfhörer mit Ipod und mein Handy, damit ich Notizen eintragen kann.

    Jetzt kommen wir zur Mode. Wie würdest du deinen Stil in 3 Worten beschreiben?

    Jessie Ware: Schlicht und zeitlos (hoffentlich). Außerdem trage ich gerne Schwarz.

    Hattest du einen bestimmten Fashion Fauxpas in deiner Jugend oder woher kommt die Vorliebe für Schwarz?

    Jessie Ware: Als ich noch jünger war, habe ich zu viele karierte Shirts getragen. Diese Zeiten sind definitiv vorüber.

    Als studierte Journalistin – welche Frage würdest du dir selbst am liebsten stellen? Und wie lautet die Antwort?

    Jessie Ware: Mir werden ständig dieselben Fragen gestellt. Ich würde mich selbst fragen, warum ich nicht auf Fotos lächle. Ich würde sagen, dass ich immer traurig aussehe, obwohl ich es nicht so meine.

    An welchem Ort bist du am liebsten?

    Jessie Ware: Skopelos (Griechische Insel). Ich gehe dort hin, seit ich sechs Jahre alt bin, weil meine Mum dort war und ich hatte an diesem Ort immer eine großartige Zeit.

    Vielen Dank für das Interview!