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Entzückend: Maria Mena

Maria Mena
Entzückend, Erfolgreich, Ehrlich

29.10.2013 / Silke Holzschuher

  • Mit 13 begann sie Texte zu schreiben. Sie verarbeitete dadurch die Trennung ihrer Eltern. Heute blickt Maria Mena auf eine erfolgreiche Kariere mit einer goldenen Schallplatte und zahlreichen Radio-Dauerbrennern wie „All This Time“ und „Just Hold Me“ zurück. Die Norwegerin erzählte uns im Interview entzückend und ehrlich mehr über ihr neues Album und ihre Leidenschaft zu Hip-Hop. Warum man in Amerika seine Seele verkaufen muss, um erfolgreich zu sein und welchen Trends sie im Herbst/Winter folgt? Auch darüber klärte uns Maria auf …

    Lass uns am besten mit deinem neuen Album „Weapon In Mind“ anfangen. Im Vergleich zu den letzten Alben klingt es viel elektronischer. Was ist der Grund für die plötzliche Veränderung? Warst du gelangweilt von den alten Sachen?

    Maria Mena: Nein, aber ich habe gemerkt, als ich anfing Songs zu schreiben, dass es einfach eine Fortsetzung der alten Alben war. Schon bei „Victoria“ habe ich mit elektronischen Klängen gespielt, aber ich bin noch nicht aufs Ganze gegangen. Ich wollte einfach etwas Neues ausprobieren. Es hatte auch etwas mit dem Vertrauen in mich selbst zu tun. Die Leute erkennen meine Stimme und meine Lyrics. Nur der Sound ist eben anders auf dem neuen Album. Von meinen Fans habe ich bisher nur positives Feedback bekommen.

    Die neuen Produzenten kommen aus der Hip-Hop Branche, oder?

    Maria Mena: Ja, und dort wird einfach mal ganz anders gearbeitet. Ich habe viel Neues gelernt. Es war fast sogar so, als ob ich wieder zur Schule gehe. Ich hoffe, dass die Leute verstehen, dass ich nicht jemand anderes werden möchte, sondern einfach nur besser in meinem Job.

    Mein persönlicher Favorit auf dem Album ist „Fuck You“. Mir gefällt besonders das Video dazu. Hattest du auch dafür die Idee?

    Maria Mena: Ich kenne mich nur mit einer Sache richtig gut aus, und das ist Musik. Ich verbringe nicht so viel Zeit mit meinem Image. Ich ziehe zwar immer an, was ich möchte, aber ich brauche einen Regisseur, der versteht, was ich mit dem Song sagen möchte und das dann visuell umsetzt.

  • Das Video soll gute Laune machen, weil der Titel schon so hart klingt. Ich wollte mit „Fuck You“ sagen, dass es mir egal ist, was die anderen über mich denken. Sie wissen nicht wirklich, wer ich bin. Wenn ich es singe, fühle ich mich frei und ich glaube, dass sieht man auch im Video.

    Und wo habt ihr gedreht?

    Maria Mena: Wir waren in Kopenhagen und es war so kalt! Es musste so aussehen wie Sommer, weil die Single da rauskommen sollte. Deshalb habe ich auch ein kurzes Kleid getragen. Der Videodreh hat total Spaß gemacht, vor allem weil die anderen Schauspieler so nett waren.

    Dein Vater wurde in Nicaragua geboren, lebte in New York und spielte in einigen Bands in Oslo. Wie hat das deinen persönlichen Musikstil beeinflusst?

    Maria Mena: Ich hasse seine Musik! (Lacht) Also nicht das, was er selbst produziert, aber seinen Musikgeschmack. Was mich beeinflusst hat, war, dass ich in einer Familie aufgewachsen bin, in der es normal war, ein Musiker zu sein. Jeden Sommer fragt mich jemand, wohin ich als Kind in den Urlaub gefahren bin. Und ich kann ihnen keine Antwort geben, weil wir nie im Urlaub waren. Mein Vater war immer auf Tour.

    Sein Musikgeschmack hat mich also nicht wirklich beeinflusst, aber der ganze Lifestyle.

    Was ist mit deiner Mutter? Sie war auch eine Songwriterin oder?

    Maria Mena: Meine Mutter ist sehr kreativ, aber auch sehr unentschlossen. Das Einzige, was sie mir mitgegeben hat, war ihre Leidenschaft zum Schreiben. Bevor ich abends ins Bett gegangen bin, hat sie mir immer Gedichte vorgelesen und dabei geweint. Ich habe nicht wirklich verstanden, was sie mir da vorliest, aber ich habe gemerkt, dass es etwas Besonderes für sie war. Also habe ich auch angefangen zu lesen und zu schreiben und so wurde es auch zu meiner Leidenschaft.

  • Kannst du mir ein bisschen mehr von deinen Erfahrungen in Amerika erzählen?

    Maria Mena: Amerika ist einfach nichts für mich, weil alle so unehrlich sind und ich bin ein sehr ehrlicher Mensch. Sie wollten zum Beispiel, dass ich nicht sage, dass ich aus Norwegen komme und dass ich bei Jessica Simpson und Nick Lachey in ihre Serie „The Newlyweds“ einziehe. Ich wollte nicht lügen und Amerika war sowieso nie wirklich mein großer Traum.

    Außerdem brauche ich das Gefühl, dass ich jederzeit aufhören kann. Auch wenn ich das natürlich nicht möchte. In Amerika kannst du so viel Geld verdienen, aber nur, wenn du gewillt bist, ein Stück von deiner Seele zu verkaufen.

    Du hast vorhin gesagt, dass du mit Hip-Hop Produzenten gearbeitet hast. Du magst diese Musik auch im privaten sehr gern. War das der Grund für deine Entscheidung?

    Maria Mena: Ich war schon immer fasziniert von Hip-Hop. Ich hoffe, dass ich eines Tages aufwache und rappen kann (lacht). Eigentlich hat mich ein guter Freund, der in einer norwegischen Hip-Hop Band spielt, darauf gebracht. Er meinte, dass er meine Stimme gerne mit einem urbaneren Sound hören würde.

    Ein deutscher Künstler, mit dem du gern arbeiten möchtest, ist Xavier Naidoo. Was magst du an ihm?

    Maria Mena: Ich liebe seine hohe Stimme und er scheint noch ein echter old school Gentlemen zu sein.

    Hast du ihn schon in Deutschland getroffen?

    Maria Mena: Nein, noch nicht, aber das steht auf jeden Fall auf meiner To-Do Liste.

  • Ich habe gehört, dass du ein absoluter Fashion-Fan bist. Deine Lieblingsmarke ist Acne, richtig?

    Maria Mena: Ja, ich mag den skandinavischen Stil total – clean und chic. Mir gefallen die kleinen Details und sie machen großartige Jeans und Lederjacken. Ich habe aufgehört viel Geld für Trends auszugeben. Ich möchte in Qualität investieren und lieber weniger kaufen.

    Was sind deine persönlichen Trends für Herbst/Winter 2013?

    Maria Mena: Ich hätte gern ein Karohemd, aber ich werde vor allem dem Military-Trend folgen. Ich liebe Oversize-Jacken und Kapitänshüte. Ich habe sogar einen bei mir (lacht und holt ihn aus der Tasche). Den habe ich letztes Jahr gekauft. Mir gefällt es, mit männlichen Kontrasten zu spielen.

    Was trägst du auf der Bühne?

    Maria Mena: Ich bin sehr vorsichtig mit meinen Outfits auf der Bühne geworden. Ich trage viel Schwarz, weil ich nicht von meiner Musik ablenken möchte. Am wohlsten fühle ich mich in Jeans und Shirt. Wenn ich ein bisschen eleganter aussehen will, ziehe ich einfach ein Paar Pumps an.

    Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Ich habe gehört, dass du gern reisen möchtest …

    Maria Mena: Ich möchte dieses Album promoten und dann werde ich meine Tour starten. Danach geht es direkt wieder ins Studio, weil ich noch weiter mit den Produzenten zusammenarbeiten möchte. Ich war vor kurzem mit ihnen feiern und wir kamen zum Entschluss, dass wir „Weapon In Mind“ noch toppen können.

    Als doch kein Urlaub für dich …

    Maria Mena: Vielleicht ziehe ich nach Berlin … (Lacht) Eigentlich macht mich mein Job gerade so glücklich, dass ich gar nichts anderes im Sinn habe.

    Und im Februar gehst du in Deutschland auf Tour, aber es wird keine Show in Berlin geben, oder?

    Ja, die Shows wurden vor kurzem bekannt gegeben. Ich wusste noch gar nichts davon (lacht). Ich glaube, dass wir im Sommer nochmal nach Berlin kommen, um auf einem Festival zu spielen.