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Märchenhaft: Sängerin Miss Li

Miss Li
Pop, Jazz & Liebe

02.08.2013 / Steffen Hilsendegen

  • Sie ist ein echter Workaholic. Zwischen 2006 und 2013 hat sie sieben Alben veröffentlicht – darunter ihr sensationelles Werk „Tangerine Dream“, das heute in Deutschland auf den Markt kommt. Die Ausnahmekünstlerin Miss Li (Linda Carlsson, 32) hat sich für uns Zeit genommen, um die wirklich wichtigen Fragen zu besprechen: Was verbindet sie mit Lena Meyer-Landruth? Borlänge oder Stockholm? Und wie kam es zu ihrer großen Liebe für deutsche Tankstellen?

    Viele deiner Songs hören wir in Werbespots oder TV-Serien als Hintergrundmusik, zum Beispiel Don’t try to fool me“ bei Grey’s Anatomy …

    Miss Li: Das ist großartig, aber um ehrlich zu sein: Ich habe mir die Clips und Serienvorspänne bisher noch nicht angesehen. Vielleicht mache ich das irgendwann mal. Ich habe einfach zu viel zu tun. (lacht) Aber es ist natürlich eine gute Möglichkeit, meine Musik zu verbreiten.

    Worum geht es in deinen neuen Songs?

    Miss Li: Viele Lieder handeln natürlich von der Liebe und von gebrochenen Herzen, aber es geht auch um generelle Beobachtungen des Lebens. Es ist nicht immer einfach. Man kann zum Psychologen gehen oder Tagebuch führen. Und als Musiker hat man die Option, diese schweren Gefühle durch Songs zu verarbeiten. Manchmal schreibe ich mit meinem Mann Sonny Boy zusammen. Er ist auch Teil der Lyrics und wir diskutieren gerne darüber.

    Wie fühlt sich die Zusammenarbeit mit deinem Ehemann an?

    Miss Li: Er ist definitiv ein Genie und ich bin glücklich, mit ihm an Songs zu feilen. Seine grandiosen Arrangements passen perfekt zu meinen Vorstellungen, wie die Musik klingen soll. Wir hatten sogar die Chance, mit Lena zu arbeiten.

  • Du hast mit Lena Meyer-Landrut den Songs „ASAP“ ihres aktuellen Albums „Stardust“ komponiert.

    Miss Li: Das ist richtig. Alles lief super. Am Ende hatten wir sogar sieben Songs, doch nur der eine kam auf die Platte. Es war eine spannende Erfahrung und hat Spaß gemacht. Lena hat die Songwriting-Session auch sehr genossen.

    Gibt es Parallelen zwischen dir und Lena?

    Miss Li: Das ist schwer zu sagen. Ich denke, als Lena beim Eurovision Songcontest mit „Satellite“ gewann, haben sie viele Journalisten mit mir verglichen. Aber Sonny Boy und ich produzieren viele 60s- und 70s-Sounds. Lena hört wohl eher die Musik, die heutzutage im Radio gespielt wird. Aber das ist gut. Man kommt von unterschiedlichen Ländern, hat eine unterschiedliche Geschichte und die Musik verbindet einen dennoch. Das ist spannend.

    Was ist in musikalischer Hinsicht dein größter Wunsch?

    Margaret: Mein größter Traum ist es, irgendwann ein ganzes Stadion mit Leuten zu füllen. Das Gefühl zu haben, dass die ganzen Leute nur wegen dir und deiner Musik da sind, muss einfach unbeschreiblich gut sein. Wir werden sehen, wie es enden wird. Aber im Moment muss ich noch hart dafür arbeiten.

    Was hat dich inspiriert, während du an deinem aktuellen Album „Tangerine Dream“ gearbeitet hast?

    Miss Li: Es ist zwar ein Studioalbum, wir haben aber viel live gespielt. Zuvor waren wir auf Tour und genau dieses Gefühl, diesen coolen Vibe eines Konzerts wollten wir auf der Platte einfangen. Es ist Pop mit psychedelischen Einflüssen, sehr 60s inspiriert. Es ist so schwer zu umschreiben, weil ich den Songs so nah bin. Oft ist es einfacher die Musik anderer Künstler zu analysieren.

  • Du hast binnen kürzester Zeit so viele Alben veröffentlich. Wie war das möglich?

    Miss Li: Sonny und ich sind einfach zu rastlos, um auf das nächste große Ding zu warten. Und jetzt sind es eben schon sieben Alben in nur sechs Jahren. Wir sind ständig auf Tour und danach gleich wieder im Studio.

    Deine Musik in drei Worten …

    Miss Li: Jazzlastig, poppig und aufgeweckt.

    Du bist von deiner Heimat nach Stockholm gezogen. Warum?

    Miss Li: Ich fühlte mich in Borlänge etwas gefangen. Dort lebte ich mein ganzes Leben. Mit 23 musste ich dann einfach weiterziehen. Zuerst dachte ich, ich bleibe einen Monat in Stockholm, dann waren es zwei und jetzt sind es schon fast sieben Jahre. Natürlich mag ich trotzdem meine Heimat. Familie und Freunde leben schließlich dort.

    Was ist das Besondere an Stockholm?

    Miss Li: Die Ankunft in einer großen Stadt wie Stockholm war sehr befreiend. Hier gibt es so viele fantastische Indie-Clubs und Konzerte. Ich fühlte mich auf persönliche, mentale und kreative Weise inspiriert.

    Die Leute in Stockholm haben einen tollen Sinn für Mode. Wie beschreibst du deinen eigenen Style?

    Miss Li: Ich versuche nicht, den Trends hinterher zu jagen. Ich trage Kleider, keine Jeans. Ich besitze nicht einmal ein Paar davon. Ich muss mich selbst in der Kleidung sehen. Manchmal trage ich auf der Bühne Stücke, dich selbst genäht habe. Vintage kaufe ich auch sehr gerne, weil diese alten Sachen Geschichten erzählen.

  • Und welches Kleidungsstück trägst du momentan am liebsten?

    Miss Li: Maxikleider! Sie sind bequem und vor allem lang. Man muss sich die Beine nicht so oft rasieren.

    Wie sehen deine Pläne für die nächste Zeit aus?

    Miss Li: Ich hänge gerade in Berlin ab, um das Album zu promoten. Danach geht´s zurück nach Schweden für einige Festival-Auftritte. Im August komme ich mit meiner Band schon wieder zurück. Ich bin total verliebt in Hamburg. Meine Schwester lebte dort mit ihrem Freund und ich habe sie als Kind natürlich oft besucht. In Deutschland ist einfach alles super – von den Tankstellen über das Publikum bis hin zu den Clubs. (lacht)