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Paul Rudd & Leslie Mann
Immer Ärger mit 40

28.03.2013 / Jeannette Stegemann

  • Für seinen neuen Film „Immer Ärger mit 40“ (Kinostart 14. März) hat Regisseur Judd Apatow seine ganze Familie vor die Kamera geholt und einen ebenso authentischen wie lustigen Einblick in den liebevollen Wahnsinn des Familienlebens geschaffen. Wir haben die beiden Hauptdarsteller, Leslie Mann und Paul Rudd, die sich als Paar Debbie und Pete zwischen Midlife-Crisis und verantwortungsbewussten Eltern ihren Weg bahnen, getroffen und erfahren, was das Geheimnis für alles ist.

    Willkommen in Berlin! Habt ihr einen Jetlag?

    Paul Rudd: Nein, ich war vorher in Wien. Wenn ich in ein paar Tagen wieder nach Hause fliege, werde ich es aber bestimmt wieder merken und müde sein. Kaffee hilft.
    Leslie Mann: Du hast letzte Nacht nur zwei Stunden geschlafen! Wie machst du das?
    Paul Rudd: Kaffee!

    Lasst uns über euren neuen Film „Immer Ärger mit 40“ reden – es fühlt sich an, als hätte jemand eine Kamera bei uns zu Hause installiert! Sehr realistisch. Wie war es, das Familienleben hinter geschlossenen Türen zu spielen?

    Leslie Mann: Das hat total Spaß gemacht! Menschen haben ja privat immer ein komplett anderes Leben als das, was man nach außen hin sieht. Ich fand es sehr spannend, dieses eigentlich der Außenwelt verschlossenen Leben zu spielen. Und einen Weg zu finden, dass die Menschen, die das sehen auch noch darüber lachen, sich damit identifizieren können und auch denken, ‚Hey, da gibt’s Leute, die sind noch verrückter als wir‘. Was ja im Grunde genommen ganz gut ist, um sich selbst besser zu fühlen (lacht).

  • Leslie, deine beiden Töchter spielen auch im Film deine Töchter und dein Ehemann Judd Apatow hat Regie geführt. Wie war es, am Set die ganze Zeit mit deiner Familie zusammen zu arbeiten und euch teilweise als Familie selbst darzustellen?

    Leslie Mann: Oh, das war super! Wir treiben uns gegenseitig in den Wahnsinn (lacht). Aber ich bin sehr froh darüber, dass wir als Familie so die Chance bekamen, mal alle zusammen am Tisch zu sitzen und kreative Unterhaltungen darüber zu führen, was wir gemeinsam am nächsten Tag am Set machen. Auch meine Kinder beim Drehen zu beobachten, zu sehen wie sie die Schauspielerei immer ernster nehmen und da reinwachsen – das ist schon toll!

    Siehst du deine Kinder dann eher als Kollegen oder doch als Töchter?

    Leslie Mann: (Überlegt) Nicht wirklich. Ich bin ihre Mutter.

    Was ist das Erfolgsrezept deiner Familie?

    Leslie Mann: Ich denke immer, dass ich als Mutter alles falsch mache. Aber meine Kinder sind toll und entwickeln sich großartig. Ich glaube, es ist einfach, dass man zuhört, sie gehört werden und wissen, dass sie geliebt werden.

    Und bei dir Paul?

    Paul Rudd: Ich stimme da zu. Klar, Zuhören ist super wichtig. Aber meine Tochter ist drei. Ich meine, sie spricht eine Menge (lacht). Mein Sohn ist acht, der will nicht wirklich über Sachen reden: ‚Wie war’s in der Schule?‘ ‚Gut.‘ ‚Was habt ihr gemacht?‘ ‚Och, Dad …‘ (Lacht). Das wichtigste für mich ist, dass meine Kinder wissen, dass sie bedingungslos von uns als Eltern geliebt werden. Egal, was ist sie wissen, dass sie sie immer zu ihren Eltern kommen können. Wir halten zusammen und bieten ihnen ein sicheres und gefestigtes Umfeld. In Zeiten des Internets ist das echt besonders wichtig! Der ganze verrückte Kram, den es auf der Welt gibt, ist ja jederzeit für jeden zugänglich. Das kann man nicht kontrollieren als Elternteil. Auch wenn man so eine Art elektronische Elternkontrolle auf dem PC installiert. Man kann einfach nicht alles vor seinen Kindern fern halten.

  • Redet ihr dann mit euren Kindern über die Gefahren des Internets?

    Leslie Mann: Ja, man muss sie vorbereiten und ihnen natürlich sagen, wie sie damit umgehen sollen. Aber das ist schon schwierig.
    Paul Rudd: Im Film gibt es eine Szene, in der Maude erzählt, dass sie ‚Mörder‘ gegoogelt hat – das ist im wirklichen Leben genau so passierst, stimmt’s?
    Leslie Mann: Ja, ist es …
    Paul Rudd: Ich mein, das ist schon heftig. Für ein Kind ist das, was es da zu lesen bekommt, wirklich beängstigend!
    Leslie Mann: Und Iris hat mal ‚American Boy‘ gegoogelt (lacht), weil sie ‚American Girls‘ mag.
    Paul Rudd: Das sind so bestimmte Puppen …
    Leslie Mann: … und sie wollte dazu eben dann die männliche Puppe sehen. Was da kam, waren dann aber keine Puppen. (Alle lachen)

    Leslie, du bist letztes Jahr 40 geworden. Wie hast du gefeiert?

    Leslie Mann: Ich bin mit meinen Freundinnen nach Hawaii geflogen. Wir waren auf einer Stripper-Party – und haben uns selbst im Strippen versucht. Da hat aber keiner zugeschaut. Am nächsten Tag war ich dann leider voller blauer Flecken! Strippen ist echt anstrengend! Man braucht dafür super viel Körperspannung. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Wir haben Tequila getrunken. Das würde ich gern noch mal machen.

    Für Debby, die du im Film spielst, ist das Alter ein Problem. Wie sieht’s bei dir aus?

    Leslie Mann: Manchmal, ja. Vor allem, wenn ich mehr Falten oder graue Haare entdecke. Das nervt mich schon. Aber insgesamt fühle ich mich jetzt viel besser als damals mit 20 oder 30! Mit 20 hab ich mich manchmal so verloren und unwohl gefühlt. Mit 30 war ich hauptsächlich mit meinen Kindern beschäftigt und alles hat sich um die Familie gedreht. Jetzt habe ich einfach viel mehr Zeit für mich. Das fühlt sich viel besser an. Ich fühl‘ mich besser.

  • Am Set muss es großen Spaß gemacht haben – man musste beim Film bei jeder Szene lachen. Wie ging es euch?

    Leslie Mann: Gelacht haben wir viel, ja!
    Paul Rudd: Oh ja, ich erinner‘ mich an die eine Szene im Büro des Direktors, als Melissa McCarthy ausflippt. Sie hat es großartig gespielt. Wir saßen eine Stunde einfach nur da und haben sie spielen lassen. Sie war unglaublich lustig und jeder musste einfach nur lachen. Das war so unfassbar! Nun gut, ich bin wirklich leicht zum Lachen zu bringen und ich fühle mich jedes Mal schrecklich, wenn ich deswegen einen Take versaue. Aber bei Melissa – das war unfassbar! Sie hat nicht ein einziges Mal gelacht. Sie hat einfach nur – ohne eine Miene zu verziehen – ihre Rolle gespielt. Eine Stunde lang! Obwohl alle am Boden lagen. Ich hab noch nie jemanden einen Raum so einnehmen sehen wie sie. Die Crew ist normalerweise super im Ernst bleiben. Aber bei ihr sind alle einfach nur in ein riesiges Gelächter verfallen. Außer sie selbst! Am Ende konnten nur noch sechs von 20 Leuten im Raum bleiben, damit wir endlich die Szene abdrehen konnten.
    Leslie Mann: Sie ist erst am Ende aus ihrer Rolle gefallen und hat gelacht. Aber das auch nur, weil sie müde war.
    Paul Rudd: Ich hab nur gedacht ‚Oh Gott, wir dürfen gerade jemanden auf der Höhe seiner Power beobachten.‘ Leslie Mann: Magisch.

    Gab es für euch Szenen, bei denen ihr euch auch ‚offenbaren‘ musstet oder war alles ‚verdeckt‘?

    Paul Rudd: Nackt?
    Leslie Mann: Ich hab keine Erinnerung (lacht).
    Paul Rudd: Wie, du hast keine Erinnerung? Weil da etwa nichts war, an was man sich erinnern sollte oder wie?
    Leslie Mann: Nein, wirklich. Ich hab keine Erinnerung. Nichts.
    Paul Rudd: (Tut beleidigt). Also sowas … (Alle lachen)

  • Ist es leichter, eine Nacktszene mit einem befreundeten Schauspieler oder mit einem Fremden zu drehen?

    Leslie Mann: Wir hatten keine …
    Paul Rudd: … Natürlich! In der Dusche am Anfang des Filmes – hast du wohl auch wieder ausgeblendet.
    Leslie Mann: (Lacht) Ach ja, stimmt!
    Paul Rudd: Ich hatte bisher immer nur lustige Sex-Szenen. Deswegen war das eigentlich immer voll easy.

    Humor ist das Geheimnis, wie es aussieht! Werden wir von euch bald noch mehr zu sehen bekommen?

    Leslie Mann: Vielleicht.
    Paul Rudd: In „This is 50“ (anm. der Red.: Hierbei handelt es sich um den englischen Titel des Films). Auf Deutsch spricht man das wie aus?

    ‚Immer Ärger mit fünfzig‘.

    Paul Rudd: ‚Imma ehaga mit funchzich.‘ (Alle Lachen)

    Vielen Dank für das lustige Interview!