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Sunrise Avenue

Sunrise Avenue
Rock´n´Roll, Hotelverbote & Tattoos für Frauen

22.11.2013 / Silke Holzschuher

  • „A fairytale gone bad“ ist der wohl bekannteste Song von Sunrise Avenue. Bei ihrer eigenen Bandgeschichte ging zum Glück noch einmal alles gut: Nach mehr als 100 Absagen von Plattenfirmen, starteten die Finnen 2006 voll durch und landen auch mit ihrem vierten Album „Unholy Grounds“ wieder einen Volltreffer. Der 37-jährige Frontmannn Samu Haber mausert sich derzeit zum Lieblingscoach der Deutschen bei „The Voice of Germany“. Im Interview verriet er uns mehr über das Leben auf Tour, was er tun würde, wenn er für einen Tag eine Frau wäre und warum er im „The Voice of Germany“ Studio randaliert hat...

    Hallo Samu. Du meintest kürzlich in einem Interview, wenn du eine Frau für einen Tag sein könntest, würdest du gern wissen wollen, über was wir uns auf den Toiletten unterhalten. Warum?

    Samu Haber: (Lacht) Wenn du in einer Bar bist, gehen Frauen immer nur zu zweit auf Toilette. Mich würde einfach interessieren, was ihr dort so lange macht. Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren (Anm. d. Red.: Samu fragt seinen Manager, ob sie heute gemeinsam auf die Toilette gehen wollen, dieser möchte lieber später darüber reden)

    Apropos Frauen: Du hast einige Tattoos. Ich weiß, dass du dir auch eins für eine Frau hast stechen lassen. Auf deinem Unterarm steht „Forever Yours“. Kannst du mehr darüber erzählen? Ihr seid heute nicht mehr zusammen…

    Samu Haber: Es war kein trauriges Ende. Ich finde es wichtig, hinter manchen Dingen einfach hundertprozentig zu stehen. Wenn sich irgendwann einmal etwas verändert, dann ist es eben so. Ich denke: ‚Lebe jetzt und mach dir nicht so einen Kopf über die Zukunft!‘

    Bereust du das Tattoo?

    Samu Haber: Nein, überhaupt nicht, ich habe sogar einen Song darüber geschrieben. Es ist gut, dass es der Mikrofon-Arm ist, denn jetzt gilt es einfach der Menge.

  • Ihr seid nicht die typische Rocker-Skandal-Band. Gab es einen Punkt in eurer Bandgeschichte, wo ihr es einmal richtig krachen lassen habt?

    Samu Haber: (Lacht) Zuallererst einmal war ich schon 30, als das erste Album rauskam.

    Die Partyzeit war also schon vorbei?

    Samu Haber: Nein, die ist jetzt! Wir waren nie diese junge Band, die auf einmal berühmt wurde. Wir hatten und haben natürlich unsere Momente. Stell dir vor, du tourst für einige Wochen, Jungs kriegen dann einfach komische Ideen, vor allem an den freien Tagen. Dann fällt es dir manchmal schwer auf die Bühne zu gehen, weil du so einen Kater hast …

    Aber ihr habt nie ein Hotelzimmer zerstört?

    Samu Haber: Oh doch! Wir haben einige Hotelverbote. Es passiert meistens in Russland, weil die Leute dort einfach durchdrehen. Selbst die Polizei musste schon einmal kommen und wollte uns verhaften, aber unser Tourmanager hat sie dann bezahlt.

    Stimmt es, dass 102 Plattenfirmen euch abgelehnt haben, bevor eine zugesagt hat? Wie habt ihr so lang durchgehalten?

    Samu Haber: Ich bin einfach stur geblieben (lacht). Am Anfang haben wir nur Kritik bekommen, aber mit der Zeit wurde es besser. Auch die Bars, in denen wir spielten, wurden immer voller. Das war so das Zeichen für mich, dass es vielleicht klappen könnte. Ich bin froh, dass wir so kämpfen mussten.

    Stimmt es auch, dass ein Fan sein Haus für die Finanzierung eures ersten Albums verkauft hat?

    Samu Haber: Ja, das war 2004 und wir hatten schon ungefähr 85 Plattenfirmenbesuche hinter uns. Uns ist bewusst geworden, dass wir eventuell finanzielle Unterstützung brauchen, wenn wir das Album so machen wollen, wie wir es uns vorstellen. Ich habe einen kleinen Businessplan aufgestellt und ihm diesen gezeigt. Am nächsten Tag kam er zu mir und meinte, dass wir es durchziehen.

  • Du hattest deinen ersten Live-Auftritt in der Schule, als du zehn Jahre alt warst, richtig?

    Samu Haber: Ja, ich war in einem Schulchor. Schon damals liebte ich es, auf der Bühne zu stehen und zu performen.

    Du hast also schon immer gewusst, dass du ein Musiker werden willst?

    Samu Haber: Nein, ich wollte eigentlich ein professioneller Eishockeyspieler werden, aber das hat mich psychisch zu sehr belastet, weil ich mir immer zu viele Gedanken gemacht habe, wenn wir verloren haben. Mir geht es einfach mit einer Gitarre besser, als mit einem Schläger.

    Du bist mittlerweile ein großer Star in Europa. Was sind die guten und schlechten Seiten des Erfolges für dich?

    Samu Haber: Erfolg hilft deiner Karriere: Du spielst eben nicht mehr nur vor fünf Leuten, sondern vor 5000. Das ist wohl auch die einzig gute Seite des Ruhms.

    Du verlierst definitiv ein bisschen von deiner Privatsphäre. Und du musst auch vorsichtiger werden, wem du vertrauen kannst. Aber ich bin ein großer Junge und ein bisschen älter als Justin Bieber, also kann ich gut auf mich selbst aufpassen. Außerdem habe ich tolle Bandmitglieder und einen Manger, mit dem ich heute die Toilette teilen werden (lacht) …

    Du bist einer der neuen Coaches bei „The Voice of Germany“. Kanntest du deine neuen Kollegen schon vorher?

    Samu Haber: Ich kannte The Boss Hoss von verschiedenen Festivals, aber nicht persönlich. Ich wusste natürlich auch, wer Nena ist. Von Max habe ich vorher noch gar nichts gehört und das hat mir ein bisschen Sorgen gemacht. Aber er ist der coolste Typ auf Erden. Und Nena war für mich wie eine große Schwester. Wir wurden zu einer Art Familie. Sie haben mich dann auch zu sich nach Hause eingeladen und Max kommt mich im Februar in Helsinki besuchen.

    Die Show war für dich sehr emotional: Du sollst einmal geweint und einen Stuhl kaputt gemacht haben…

  • Samu Haber: Ja, ich habe sehr viele Dinge kaputt gemacht (lacht). Ich war wahrscheinlich der schlechteste Coach überhaupt. Gleich am ersten Tag wollte ich den Knopf drücken und habe dabei den Tisch zerstört. Am zweiten Tag habe ich so sehr in meinem Stuhl gefeiert, dass er kaputt ging.

    Ihr habt euer neues Album in der finnischen Wildnis aufgenommen. Kannst du mir ein bisschen mehr über das Studio dort erzählen?

    Samu Haber: Es ist wirklich cool. Das Haus, in dem wir auch während der Aufnahmezeit wohnen, ist eine alte Farm von 1820, die etwa eine Stunde von Helsinki entfernt ist. Das Studio ist Weltklasse. Wenn du morgens aufwachst, siehst du den Bauern mit seinen Tieren.

    Wie unterscheidet sich das neue Album von den anderen? Was war eure größte Inspiration?

    Samu Haber: Ich schätze einfach, dass die Zeit, die zwischen den Alben vergangen ist, den Unterscheid macht. Wir haben neue Sachen erlebt und sind älter geworden. Dieses Album ist einfach mehr für die großen Bühnen gemacht.

    Samu Haber: Du bist von Zalando oder?

    Ja, genau!

    Samu Haber: Euch gibt’s ja sogar In Finnland. Ich habe mir dort die Boots bestellt, die ich trage. Ich finde bei euch oft tolle Sachen. Ich mag Onlineshopping gern. In Helsinki finde ich nämlich nie die Marken, die mir gefallen und wenn doch, dann ist meine Größe ausverkauft.

    Das freut uns natürlich sehr!