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Hip-Hop Hero Wax

MC Wax
Der Hip-Hop Hero

12.07.2013 / Das Interview führte Steffen Hilsendegen

  • Wax steht im Hip-Hop für das Vinyl, der Tonträger, auf dem sich der Sound ursprünglich verbreitete. Wax steht auch für tiefenentspannten Rap aus Maryland. Wir haben den MC und Songwriter Michael Jones in Berlin getroffen und über die neue Platte „Continue“, seine Vorliebe für schwarze Leggings und die Band Black Sabbath geplaudert.

    Berlin kennst du schon ein wenig, was gefällt dir an der Stadt?

    Wax: Nun ja, ich hatte leider noch keine Zeit, alles zu besichtigen. Das letzte Mal habe ich mir das Brandenburger Tor angesehen. Ich finde, dass Berlin eine sehr offene Stadt ist. Sie ist urban, alternativ und viele kreative Köpfe leben hier.

    Und deine liebsten Orte weltweit sind …

    Wax: Amsterdam, New York und vor allem San Diego. Ich habe viele Freunde dort. Das Wetter ist immer schön. Die Leute surfen, haben Spaß an ihrem coolen Lifestyle und sind viel lässiger als in Los Angeles, wo alle diese krasse Hollywood-Schiene fahren.

    Dort mögen sicherlich auch alle dein neues Album so sehr wie wir. Was war die Inspiration dafür?

    Wax: Das pure Leben! Die meisten Songs, eigentlich sogar alle, handeln von Dingen, die ich selbst erlebt habe: Beziehungen, Depressionen, witzige Geschichten, ausgelassene Partys. Das Thema des Albums ist auch gleichzeitig der Titel „Continue“. Das Leben geht immer weiter, du musst damit klarkommen und deinen Weg finden. Wandle das Negative in Positives um. Nimm deine schlechten Erfahrungen an und mach aus deinen guten später vielleicht sogar noch bessere.

    Welcher Album-Track berührt dich am meisten?

    Wax: Mein Lieblingssong ist definitiv der Titelsong „Continue“. Er beinhaltet coole Übergänge und fasst meine Sicht auf das Leben am besten zusammen. Wie gesagt, es geht eben doch immer weiter, egal was passiert ist.

  • Der mitreißende Vibe deiner Single „Rosana“ macht den Sommer noch heißer. Wie fühlt es sich an, eine Hymne wie diese erschaffen zu haben?

    Wax: Absolut großartig! Den Song habe ich in meinem Haus aufgenommen. Das Video haben wir mit Freunden abgedreht und nicht mal viel Kohle dafür ausgegeben, aber es hat funktioniert. Wir spielten vor Kurzem eine Show auf Mallorca und diese ganzen Kids, die gerade Schulferien hatten, waren da. Sobald die ersten Töne von Rosana ertönten, tanzten und schrien alle. Es war fantastisch und überwältigend.

    Wenn du auf Tour oder Pressereise bist, nutzt du die Zeit, um zwischendurch shoppen zu gehen?

    Wax: Ich versuche es. Schließlich kann ich auf der Bühne nicht immer dasselbe tragen. Aber wenn ich reise, bin ich meistens zu beschäftigt dafür. Ich kaufe generell das, was mir gefällt. Das ist aber relativ schwierig, weil mir die Medium-Größe zu klein ist und Large schon wieder zu groß. Hauptsächlich trage ich verrückte Print-Shirts, auf denen zum Beispiel der Name einer wahllosen High Shool steht. Mein Style ist sehr lässig. Bequeme Jeans und T-Shirts: Das war’s! (Anm. d. Red.: Bei unserem Interview trug er ein schwarzes Shirt mit weißem Aufdruck von Vans, lässige Cargo-Pants und Sneakers.)

    Siehst du Frauen auch lieber in Casual-Looks?

    Wax: Weißt du, ich bin eher der durchschnittliche Typ, der es mag, wenn sich Frauen figurbetont kleiden und viel Haut zeigen. Ich hoffe, diese schwarzen, engen Leggings werden nie aus der Mode kommen. Die machen einen knackigen Hintern. (lacht)

    Was war eigentlich dein schlimmster Job vor deiner Musikkarriere?

    Wax: Ich hatte eine Menge mieser Jobs. Am schrecklichsten erging es mir bei dieser großen Fastfood-Kette in meiner Heimat. Ich musste kochen und die ganze Zeit stehen. ‚Warum arbeite ich hier, statt im Urlaub zu sein‘, fragte ich mich ständig. Es war mein erster Ferienjob während der High-School-Zeit. An sechs Tagen in der Woche musste ich arbeiten und das über drei oder vier Monate. Es war stressig ohne Ende. Außerdem war ich mal als Baufinanzierungs-Broker tätig und habe es gehasst, weil man die Leute regelrecht abzockt.

  • Wusstest du damals schon, dass du Rapper werden willst?

    Wax: Yeah! Ich war in einer Band. Sie hieß MacGregor. Seltsamerweise hatten wir ausgerechnet bei der großen Eröffnungsfeier dieser Fastfood-Kette unseren ersten Gig. Ich war 15 und wir spielten alles, nicht nur Hip Hop. Einfach alles, was uns inspirierte, sogar ein paar Green Day-Cover und Songs von James Brown. Wir waren Kids und hatten noch keinen festgefahrenen Sound.

    Welche Musik hörst du heute?

    Wax: Ich höre alles: Reggae, Rap, R’n’B, Jazz, Country und so weiter. Besonders gefallen mir die Rock-Klassiker. Eine meiner Lieblingsgruppen ist die Heavy-Metal-Band Black Sabbath.

    Und wer sind deine größten Vorbilder …

    Wax: Auf jeden Fall Kanye West. Er macht aufregende Musik und ist ehrlich in seinen Texten. Und dann mag ich natürlich noch Bob Marley, eine wahre Legende.

    Was werden wir als nächstes von dir hören?

    Wax: Ich plane eine kostenlose EP mit ungefähr acht Songs. Wenn ich von meinem Europa-Trip zurück bin, werde ich neue Texte schreiben und aufnehmen. Der gleiche alte Kram eben: Musik machen und Videos dazu drehen.