Spazieren ohne Ziel – oder lieber mit klarem Plan?
Ich mag beides. Für mich gehts vor allem um den Weg – manchmal macht man die besten Erfahrungen, wenn man einfach ziellos umherstreift. Aber London ist so schnelllebig, dass man oft gar nicht die Zeit hat, einfach loszuziehen. Dieses Jahr versuche ich ganz bewusst, mir dafür mehr Raum zu geben. Ohne Plan loszulaufen und zu schauen, wo man landet, ist schließlich ein echtes Privileg. Die Stadt verändert sich ständig – du gehst denselben Weg, und plötzlich ist da ein neues Restaurant oder ein Pop-up-Store. Wenn ich eine Weile weg war, verwirrt mich das manchmal richtig – so nach dem Motto: Wo ist dieser Spot hin? Veränderung ist in London wirklich die einzige Konstante.
Gibt es Orte in der Stadt, an denen du dich besonders zuhause fühlst?
Für mich gehts weniger um den Ort selbst, sondern mehr um das Gefühl. Ich fühle mich dort zuhause, wo es echte Community gibt – wo man einander kennt, wo vertraute Gesichter dazugehören. London kann manchmal einsam wirken, deshalb ziehe ich Orte vor, die sich lebendig anfühlen und an denen Menschen wirklich Teil der Nachbarschaft sind.
Ladbroke Grove ist einer dieser Orte. Das war mein erstes Zuhause, als ich nach London gezogen bin. Und natürlich: Dort findet der Carnival statt – für mich das wahre Weihnachtsfest Londons! Diese Energie, das Zelebrieren Schwarzer, karibischer Kultur, die Musik, das Essen – das ist eines meiner Highlights im Jahr. Ich fühle mich zu solchen Orten hingezogen – mit Geschichte, Kultur und echtem Gemeinschaftsgefühl.
Wie spiegelt dein Style die Stadt wider?
London ist ein Mix aus allem – und ich glaube, mein Style auch. Man wird ständig beeinflusst: von Subkulturen, von Stadtteilen und natürlich vom Wetter (das absolut unberechenbar ist). Du brauchst Outfits, die alle Jahreszeiten an einem Tag mitmachen.